Vegetarisches japanisches Curry

Vegetarisches japanisches Curry (auch Kare Raisu genannt) ist einfach nur super lecker und wirklich einfach zum Nachkochen.
Dieses Gericht schafft es auch jedes Mal aufs Neue mich wieder zurück nach Japan zu bringen und im Endeffekt ist es doch genau das was man erwartet, wenn man ein Gericht aus einem fremden Land isst: man soll die Atmosphäre des Landes spüren.

Mein erstes japanisches Curry und wieso ich es zu lieben lernte

Ich kann mich noch ganz genau an das erste Mal erinnern, als ich in Kagoshima mein erstes japanisches Curry aß. Die erste größere Reise, das erste Mal in Japan… alles neu und irgendwie auch beängstigend, jedenfalls ein klein wenig.

An diesem Tag trennte ich mich für den Nachmittag von meinen Reisegenossen. Warum wir uns trennten, weiß ich nicht einmal mehr genau und außerdem spielt das hier auch keine Rolle.

Auf jeden Fall verbrachte ich diesen Nachmittag alleine also in einem mir fremden Land… ich war etwas überfordert und hatte ehrlich gesagt auch keine Ahnung was ich machen sollte. Ich irrte also einfach mal durch die Straßen Kagoshimas und sah mich um.

Irgendwann bekam ich dann tierischen Hunger. Doch alleine in ein Restaurant zu gehen, verlangte mir damals noch einiges an Überwindung ab.

Ich irrte also noch ein bisschen weiter durch die Straßen und ging an etlichen Restaurants vorbei – immer zu feige hineinzugehen. Doch nach einiger Zeit kam ich an den Punkt, an dem ich nicht nur hungrig war, sondern auch dringend auf die Toilette musste… ich musste also für irgendein Restraunt entscheiden. Ich ging also in ein kleines Restaurant, eines von der Sorte, die man an jeder Straßenseite sieht und findet.

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Ich hatte keine Erwartungen, ich hatte noch nicht einmal eine Ahnung was es dort alles zu essen gab… und trotzdem blieb ich dort (zum Teil aber auch nur, weil ich nach dem Toilettengang nicht unhöflich erscheinen wollte). Und es war die beste Entscheidung, die ich damals hätte treffen können. Denn dort aß ich zum ersten Mal ein japanisches Curry und war sofort hin und weg. Es passte zu mir, denn zu meinem Glück erwischte ich ein sehr mildes Curry – geschmacksintensiv, super lecker und mild. Was wollte ich denn mehr?

Doch mir blieb dieses Gericht nicht nur deshalb in Erinnerung, weil es super lecker war und ich gleich zwei Portionen bestellte, sondern weil es für mich persönlich einen kleinen Erfolg darstellte. Ich war immerhin ganz alleine, in einem fremden Land, essen.

Mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr für mich, aber damals spürte ich zum ersten Mal einen Hauch von Zufriedenheit, Freiheit und Stolz. Stolz auf mich selbst und das ich etwas getan hatte, wovor ich eigentlich Angst hatte. Es erinnert mich an das Glücksgefühl das ich empfand, als ich etwas Neues probierte und es mir sogar schmeckte. Glücksgefühle deshalb, weil ich etwas Neues wagte und mich dabei auch noch ein klitzekleines bisschen wohl fühlte. Wenn auch du ohne große Probleme alleine essen gehen möchtest, dich aber im Moment noch nicht ganz traust, dann lies diesen Artikel hier, er wird dir dabei helfen.

Und auch heute, immer wenn ich nicht reisen kann und mir zuhause in Wien die Decke auf den Kopf fällt, dann koche ich mir dieses japanische Curry.

Denn es erinnert mich jedes Mal aufs Neue wieder an damals und ich spüre immer ein Echo der damaligen Gefühle. Für einen kurzen Moment bin ich wieder dort und mein Fernweh ist etwas gelindert.

Wenn ich es jetzt noch schaffen würde, einen genauso guten, klebrigen Reis (und das ganz ohne Reisekocher) hinzubekommen, dann wäre es perfekt. 😅

Hier nun also das Rezept:

Vegetarisches japanisches Curry

Gericht Hauptgericht
Land & Region Japanisch
Portionen 4 Personen

Zutaten
  

  • 200 g Reis
  • 6 kleinere Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Würfel Golden Curry (fertige japanische Gewürzmischung)
  • 300 ml Gemüsebrühe

Anleitungen
 

  • Den Reis laut Verpackungsanleitung zubereiten.
  • Die Kartoffeln und die Karotten in kleine Stücke schneiden und in der Gemüsebrühe weichkochen.
  • Einen Würfel des Golden Curry hinzugeben, aufkochen lassen und die Soße eindicken lassen.

kurze Info: die Golden Curry Würfel gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Schärfegraden. Nimm also den Würfel, der am besten zu dir passt oder du probierst dich einfach durch. ^^
Finden tust du sie normalerweise in jedem asiatischem Laden.

Ich persönlich nehme immer die sehr, sehr milden – liegt aber daran, dass ich Schärfe überhaupt nicht aushalte.

Hast du schon einmal ein vegetarisches japanisches Curry gegessen? Wie war dein Eindruck? Hat es dir geschmeckt? Und gibt es vielleicht auch bei dir eine kleine Geschichte dazu?

Erzähl es mir in deinem Kommentar. 😊

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