Gyoza – japanische Teigtaschen

Gyoza sind japanische Teigtaschen mit einer köstlichen Füllung, die erst gebraten und anschließend gedämpft werden. Serviert wird sie meistens mit einer salzig-pikanten Soße. Am liebsten werden sie in Japan als Vorspeise zu Ramen oder als Imbiss im serviert. Hierzulande kann man sie aber auch ruhig als Hauptspeise genießen, denn nicht nur sind sie unglaublich lecker, sondern auch richtig sättigend.

Gyoza – was ist das eigentlich?

Gyoza bestehen aus einem dünnen Teigblatt und werden mit den verschiedensten Füllungen gefüllt. Ursprünglich stammt das Gericht aus China, weswegen es fälschlicherweise oft auch als Dumplings bezeichnet wird. Das Besondere an den Gyoza ist jedoch die Kombination zweier Gartechniken. Sie werden nämlich zuerst angebraten und dann gedämpft. An der Unterseite sind sie daher meist knusprig, rundherum jedoch weich und in der Mitte versteckt sich dann die saftige Füllung.

Ein Snack für zwischendurch: wie ich Gyoza lieben lernte

Gyoza gehören mit Abstand zu meinen liebsten japanischen Gerichten! Ich könnte sie wirklich jeden Tag essen. Ich liebe einfach die Kombination aus knusprig und doch weichem Teig und die warme, leckere Füllung. Doch wie überall gibt es auch bei Gyoza zig Arten die Füllung zuzubereiten. Und jede von ihnen ist auf ihre ganz eigene Art richtig lecker. Und doch habe ich mich in die klassische Variante ab dem ersten Bissen verliebt (auch wenn ich sie mittlerweile ein kleines bisschen abändere).

Ein Abend mit Freunden in einer Bar in Japan

Izakaya sind traditionelle Bars in Japan und oft werden dort als Snack zwischendurch Gyoza serviert. Ich kannte diese kleinen Teigtaschen bereits aus Österreich, wurde dort aber nie wirklich warm mit ihnen. Ich fand sie teilweise einfach fade… In Japan aber änderte sich mein Eindruck und meine Einstellung den Gyoza gegenüber total. Eines Abends ging ich mit meinen Freunden in eben solch ein Izakaya, um einen richtig heißen Tag einfach nur in Ruhe ausklingen zu lassen. Wie es eben auch oft so üblich ist, wurden verschiedene kleine Speisen zum Snacken bestellt. Darunter eben auch Gyoza. Und das war der Abend in dem ich mich in sie verliebte. Ich glaube an diesem Abend habe ich mehr von denen gegessen als all meine Freunde zusammen… wenn ich mich richtig erinnere, dann haben wir sogar noch zweimal nachbestellen müssen.


Hier also das Rezept für authentische japanische Gyoza für dich:

Um authentische japanische Gyoza herzustellen ist es wichtig sie zuerst anzubraten und danach dämpfen. Genau diese Reihenfolge der Gartechniken machen sie zu etwas Besonderem.

Gyoza (Schwein)

5 from 2 votes
Vorbereitungszeit 45 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 15 Minuten
Gericht Beilage, Snack, Vorspeise
Küche Japanisch
Portionen 5 Portionen

Zutaten
  

  • 2 Packungen Gyoza Teig (Dumpling Teig)
  • 200 g Schweinefaschiertes
  • 4 EL Öl
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 EL Sojasoße
  • 150 ml Wasser
  • 4 Stück Frühlingszwiebeln
  • Ingwer
  • 3 Stück Knoblauchzehen
  • 150 g Kohl
  • Pfeffer
  • Salz

Anleitungen
 

  • Den Kohl in feine, kleine Streifen und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch fein hacken und ein kleines Stück Ingwer reiben.
  • Den Kohl in einer Pfanne in 2 EL Öl anbraten, bis er anfängt leicht braun zu werden. 2/3 der Frühlingszwiebeln hinzugeben und ca. 3 Minuten mit anbraten. Knoblauch hinzufügen und ebenfalls ca. 1 Minute anbraten.
  • 50ml Wasser hinzufügen und gut mit dem Gemüse vermischen. Warten bis bis das Wasser komplett verkocht ist und dann den Gemüse-Mix herausnehmen.
  • Das Faschierte, den Ingwer, das Sesamöl und Salz zum Kohl hinzugeben und alles gut miteinander vermischen. Die vermischte Masse vom Herd nehmen.
  • 1 TL der Masse mittig auf ein Teigblatt geben. Den Rand des Blattes mit etwas Wasser anfeuchten, zum Halbmond umklappen und die Ränder gut zusammendrücken. Diesen Prozesswiederholen, bis die Masse verbraucht ist.
  • Eine Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. 1-2 EL Öl in die Pfanne geben und die gefüllten Teigtaschen dicht nebeneinander in die Pfanne geben. Die Gyoza solange anbraten, bis die Unterseite goldbraun ist.
  • Jetzt das restliche Wasser über die Gyoza gießen. Den Deckel aufsetzen und die Gyoza 3-4Minuten dämpfen. Danach den Deckel abnehmen und warten, bis die übrige Flüssigkeit verdampft ist.
  • Die Gyoza aus der Pfanne heben und mit Frühlingszwiebeln bestreuen. Entweder mit Sojasoße oder einer Dipping-Sauce nach Wahl servieren.
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There are 10 comments

  1. Ich kannte die Gyoza Teigtaschen bis eben noch nicht, aber würde sie wirklich unheimlich gern mal probieren! Glücklicherweise lieferst du gleich das passende Rezept dazu! Vielleicht finde ich diesen speziellen Teig ja mal irgendwo im Laden! Asialäden haben wir hier nämlich keine in unmittelbarer Umgebung!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Hallo, Jana. 🙂
      Manchmal gibt es sie auch in normalen Supermärkten zu finden, wünsch dir ganz viel Glück dabei!

      LG,
      Vici

  2. Oh mein Gott, sehen die lecker aus! Obwohl ich sehr gerne japanisch esse, kannte ich die Teigtaschen noch überhaupt gar nicht. Das muss ich unbedingt ändern und ausprobieren. Vielen lieben Dank für das tolle Rezept!

    Habe noch einen schönen Tag!
    Liebe Grüße,
    Saskia Katharina

  3. Liebe Vici,

    wie cool, dass du gleich auch ein Rezept bereit gestellt hast. Ich esse gerne Japanisch und mag auch Gyoza Teigtaschen. Bislang habe ich sie aber noch nie selbst zubereitet. Aber ich denke mit diesem Rezept wird mir das auch gelingen. Und die entsprechenden Läden wo ich die Zutaten kaufen kann, sind in unmittelbarer Nähe meiner Arbeitsstelle.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Hallo, Mo. 🙂
      Freut mich, dass ich helfen konnte. 🙂 Am Anfang kann das Zusammenklappen bzw. Falten der Teigtaschen etwas tricky sein, aber nach den ersten paar Stück wird es leichter – es braucht etwas Übung.
      Wünsche dir aber ganz viel Spaß dabei!

      LG,
      Vici

  4. 5 Sterne
    Ich kannte diese Gyoza Teigtaschen wirklich noch nicht und kann ja nicht alles essen, aber die würde ich mich trauen! Sie sehen echt lecker aus! Vielleicht traue ich mich auch mal an Dein Rezept, mal sehen, ob ich es etwas umwandeln kann. Mensch, jetzt hab ich Hunger!

    Liebe Grüße, Bea.

    1. Hallo, Bea. 🙂
      Freut mich, dass dir das Rezept gefällt. 🙂 Du kannst sie ganz leicht abwandeln und mit all den Dingen füllen, die du gerne isst.
      Wünsch dir auf alle Fälle einen guten Appetit.

      LG,
      Vici

  5. 5 Sterne
    Gyozas mag ich total gerne, bin aber noch nie auf die Idee gekommen, dass ich die selber machen könnte. Ich wusste auch nicht, dass man den Teig fertig kaufen kann, das macht es natürlich viel einfacher!

    1. Hallo, Karin.
      Ja, den Teig kann man in den meisten Asia Märkten ganz leicht kaufen. Natürlich könntest du ihn auch selber machen, aber wie du sagst, fertiger Teig macht die ganze Sache leichter und obwohl er schon fertig ist, schmeckt er richtig, richtig gut. 🙂

      LG,
      Vici

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