Teil 11: Die letzte Fahrt – auf nach Bangkok oder nicht?

Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass jetzt die letzte Fahrt ansteht. Und die hat es auch noch in sich: von Chiang Mai nach Bangkok und das bedeutet knapp 12 Stunden Fahrt. Und verrückt, wie ich manchmal nun mal bin, bildete ich mir auch noch ein, diese Strecke an einem Tag schaffen zu können. Naiv, nicht wahr?

Aber dazu kommen wir gleich.

Chiang Mai – ein Abschied auf Zeit

Als ich Chiang Mai hinter mir ließ, fühlte ich mich ziemlich wehmütig. Ich liebe diese Stadt einfach und mittlerweile habe ich auf meinen Reisen doch schon einige Orte kennengelernt. Aber Chiang Mai gehört einfach zu den wenigen Orten auf dieser Welt, in der ich mich zuhause fühlte… und außerdem war ich auch noch richtig müde. Und damit meine ich nicht nur schläfrig, sondern ich fühlte mich richtig schwer und wollte einfach nur zurück in irgendein Bett um zu schlafen. Dabei waren die letzten Tage überhaupt nicht spannend, geschweige denn kräftezehrend gewesen. Aber wie es aussah, forderte der Roadtrip so langsam seinen Tribut.

Eine Fahrt, die zum Balanceakt wurde

Anfangs war die Fahrt noch recht interessant. Ich hörte einige Podcasts und dank einigen RedBull Shots (es sei jetzt einfach mal komplett dahin gestellt, ob diese auch wirklich wirken oder nicht) schaffte ich es meine Müdigkeit gekonnt zu überwinden. Doch nach 2 Stunden am Steuer brauchte ich einfach eine kurze Pause – außerdem näherte mein RedBull Vorrat sich so langsam dem Ende und meine Blase dem Limit. Doch so gut sich diese Pause für einige Momente auch anfühlte, so fatal war sie schließlich auch. Die Müdigkeit kehrte nämlich doppelt so schlimm als zuvor zurück und in diesem Zustand wollte ich keineswegs wieder auf die Straßen.

Also legte ich mich auf den Rücksitz… um nur ein kurzes Nickerchen zu halten. Nach 2 Stunden wachte ich dann auf, weil es einfach viel zu heiß und stickig im Auto war. Obwohl ich weitaus mehr als geplant geschlafen hatte, fühlte ich mich trotzdem einfach nicht ausgeruht… ganz im Gegenteil, ich war noch immer richtig fertig. Aber es half nichts… ich musste wieder zurück auf die Straße.

Doch ich hielt nicht lange durch… schon nach 2 weiteren Stunden Fahrt musste ich eine erneute Pause einlegen. Und ab diesem Zeitpunkt brauchte ich eine nach jeder Stunde Fahrt – so würde ich Bangkok am selben Tag garantiert nicht mehr erreichen.

Ayutthaya – der Zwischenstopp für eine Nacht

Und irgendwann erkannte ich dann auch, dass ich es an diesem Tag nicht mehr nach Bangkok schaffen würde. Garantiert nicht… vielleicht, wenn ich die ganze Nacht durchfahren würde. Aber darauf hatte ich überhaupt gar keine Lust. Eine Unterkunft für die Nacht musste also her.

Ich entschied mich schließlich bis nach Ayutthaya zu fahren und dort meinen Stopp einzulegen. Diese Stadt war jetzt zum Glück nicht mehr allzu weit weg von Bangkok. Also war ich jetzt nicht allzu traurig. Doch die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich dann doch etwas schwierig… alles war ziemlich teuer und die Hälfte hatte zudem noch nicht einmal offen. In meinem komisch-schläfrigen Zustand einfach nur nervig.

Natürlich fand ich etwas und in dem Moment, indem mein Kopf das Kissen berührte, war ich auch schon im Träumeland.

Die letzten Kilometer nach Bangkok

Auf den letzten Kilometer nach Bangkok passierte nichts. Und die eine Sache, die mich seit dem Beginn des Roadtrips beschäftigte – nämlich der Verkehr in Bangkok, war gar nicht schlimm. Ganz im Gegenteil, ich fand es super angenehm, interessant und lustig. Hätte ich nicht erwartet. Ich bin echt froh, dass ich den Roadtrip nicht auf den Straßen Bangkoks startete, sondern mich langsam herantastete. Denn so war es schlussendlich kein Problem mehr für mich.

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Und das war es dann auch schon. Ich kam in Bangkok am Haus meiner Freunde an, holte alle Sachen aus dem Auto und in diesem Moment realisierte ich, dass es vorbei war. Aus und vorbei. Ein Monat einfach zu Ende.

Doch was ich fühlte, wie es mir dabei ging, liest du im nächsten und auch letzten Teil meiner Roadtrip Serie.

Hattest du jemals schon so einen Moment wie ich beim Autofahren? Das du einfach von Kilometer zu Kilometer immer müder wurdest? Hast du irgendeinen Tipp für mich?

Erzähl es mir in deinem Kommentar! 😊


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