Der letzte Teil: ein Roadtrip und Abenteuer endet

Der Moment, als ich mit dem Auto in die Parkgarage in Bangkok fuhr, den Schlüssel umdreht, meine letzten Sachen packte und die Tür hinter mir zusperrte, war schwerer für mich als erwartet. Denn trotz all der Auf und Abs während des Roadtrips, trotz der Schwierigkeiten und der emotionalen Achterbahn, war dieses Auto für einen ganzen Monat eine Art Zuflucht. Ein Zuhause. Und jetzt ist der Roadtrip zu Ende. Und meinem Auto jetzt einfach so den Rücken zuzukehren und zu gehen, fühlt sich alles andere als richtig an.

Ein Monat voller Veränderungen

Vieles ist in diesem Monat passiert, vieles hat sich geändert, aber vor allem habe ich auch vieles lernen und über mich selbst herausfinden können.

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Dieser Roadtrip war wider erwarten emotional wirklich schwierig für mich. Es war eine emotionale Achterbahn, die mich ziemlich ermüdet hat. Doch ich habe eine wirklich wichtige Lehre für mich aus diesem Roadtrip ziehen können: so gern ich auch manchmal in Gesellschaft bin, so brauche ich doch wesentlich mehr Zeit für mich alleine. Ich brauche einfach meinen Freiraum. Und ich muss lernen, sie mir auch zu nehmen, wann immer ich sie brauchte.

Auch wenn ich gerne mit Anderen reise, so brauche ich immer die Option jederzeit meinen eigenen Wege gehen zu können. Mich jederzeit verabschieden zu können… diese Option hatte ich auf diesem Roadtrip nicht. Ich weiß, du sagst jetzt, dass ich trotzdem hätte gehen können. Und du hast rückblickend gesehen auch recht. Aber damals konnte ich es nicht. Ich war der einzige Fahrer und habe es einfach nicht über mich gebracht. Außerdem lief der Mietwagenvertrag auf meinen Namen… Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um einfach so abzuhauen.

Doch trotz all der Schwierigkeiten bereue ich diesen Roadtrip nicht. Nicht nur habe ich Landschaften und Städte gesehen, die ich sonst vielleicht nie zu Gesicht bekommen hätte, sondern ich habe auch viel an mir und meinem Selbstbewusstsein arbeiten können. Immerhin habe ich ein Auto im Linksverkehr durch ganz Thailand und durch den Verkehr in Bangkok ohne den kleinsten Schaden gebracht. Niemand ist gestorben und es gab keine Verletzte. Etwas, auf das ich wirklich stolz sein kann.

Ein Roadtrip, den ich jederzeit wieder machen würde, nur vielleicht in einer anderen Konstellation

Dieser Roadtrip hat mich in mehrerer Hinsicht an meine Grenzen gebracht, einige verschoben und andere wiederum weiter verfestigt. Er hat mich stärker und selbstbewusster werden lassen und mir erneut aufgezeigt, wozu ich alles in der Lage bin, wenn ich mich nur traue.

Der Roadtrip ist zu Ende und auch wenn ich das Auto jetzt schon vermisse, bin ich doch auch froh. Es war anstrengender beinahe jeden Tag auf der Straße unterwegs zu sein.

Ich würde jederzeit wieder einen Roadtrip durch Thailand machen, aber ich würde ihn nur noch mit wirklich guten Freunden oder alleine machen. Nicht mehr nur mit Reisebekanntschaften und ohne Fremde aufzulesen. Es mag die Verbindung zu ihnen noch so tief erscheinen und im normalen Reisealltag mag man noch so gut harmonieren, aber einen Roadtrip gemeinsam zu unternehmen, ist wieder eine ganz andere Sache. Es ist schwer solche Situationen im Vorhinein einzuschätzen…

Also ein neuer Roadtrip: auf alle Fälle. Mit Reisebekanntschaften: eher nicht.

Meine Learnings aus diesem Roadtrip:

  • Nicht jede Freundschaft ist für die Ewigkeit gedacht und übersteht jede Strapaze. Manche sind nur für wenige Momente und das ist auch vollkommen in Ordnung so.
  • Thailand hat so unglaublich viele Dinge abseits der Touristenpfade zu bieten (nichts Neues, ich weiß, aber manchmal hilft es, sich Dinge wieder ins Gedächtnis zu rufen).
  • Es gibt noch wahnsinnig viel für mich in Thailand zu entdecken.
  • Wenn ich mich nur traue und mir selbst vertraue, kann ich alles schaffen! (Immerhin habe ich ein Auto ein Monat unfallfrei durch Thailand gefahren!)
  • Es ist mehr als in Ordnung, das Alleine sein zu bevorzugen.
  • Nur weil man als Gruppe unterwegs ist, bedeutet es noch lange nicht, ihnen die Macht geben zu müssen über die eigene Reise zu bestimmen.
  • Ich muss mich nicht von Anderen abhängig machen – ich komme hervorragend alleine zu Recht.

Tja und das war es dann auch schon. Dies ist mein letzter Reisebericht über meinen Roadtrip durch Thailand. Ich hoffe, du hast diese Reise gemeinsam mit mir genossen und warst gerne dabei! Und vielleicht liest du auch noch den einen oder anderen Blogbeitrag von mir.

Wenn du gerade erst zu dieser Blogartikel Reihe dazugestoßen bist, dann lies am besten die ganze Reihe und fang am Anfang an. Danke, dass du mich auf dieses Abenteuer begleitet hast. Dieses ist jetzt zu Ende… also auf zum Nächsten. 🥰

Hast du schon einmal einen Roadtrip mit dir fast fremden Menschen oder Menschen, denen du auf deiner Reise begegnet bist, unternommen? Wie hast du dich dabei gefühlt? Kam es zu Schwierigkeiten? Wie hast du sie gelöst?

Erzähl es mir in deinem Kommentar! 😉

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