Grünes Thai Curry mit Shrimps

Grünes Thai Curry zählt mittlerweile zu den beliebtesten Gerichten in Thailand und weit darüber hinaus. Kein Wunder, vereint es doch eine gewisse Süße mit einem würzig-scharfen Geschmack.

Beliebt ist es vor allem durch die zwei wichtigsten Zutaten, die eine harmonische Balance erst ermöglichen: Kokosmilch und die grüne Currypaste (in einem späteren Beitrag werde ich dir zeigen, wie du auch die Paste selbst herstellen kannst). Die Kokosmilch sorgt für die cremige Konsistenz und den herzhaften Geschmack, gleicht gleichzeitig durch ihre Süße aber auch die Schärfe der Chilis aus.

Die Entwicklung meiner Schärfe-Toleranz-Grenze und wie ich grünes Thai Curry kennenlernte

In Thailand kannst du an so gut wie keinem thailändischen Restaurant vorbeigehen ohne dabei auf grünes Thai Curry zu stoßen. Ich kann mich noch gut an mein erstes grünes Thai Curry erinnern. Früher konnte ich mit Schärfe gar nicht gut umgehen, nur kurz zur Erklärung. Meine erste Reise in Thailand startete ich mehr oder weniger in Pai, im Norden von Thailand. Ich war damals auch noch recht unerfahren und da ich Thailand ohne Vorurteile erleben wollte, hatte ich mich nicht wirklich vorbereitet.

Ich ging also in ein Random Street Food Lokal und dachte mir mit einem Curry und Reis kann ich nicht wirklich viel falsch machen. Blöd nur, dass in diesem kleinen Lokal niemand Englisch sprach… ich deutete also einfach auf das Gericht und hoffte auf das Beste. Ich konnte ja nicht ahnen, wie verdammt scharf dieses Curry sein würde – nach einigen Löffel hatte ich genug, mein Mund und meine Zunge brannten wie Feuer.

Lange Zeit bestellte ich deswegen alles in der europäischen Form, dh absolut nicht scharf. Doch zum Glück traf ich im August 2021 Freunde fürs Leben im Rahmen der Sandbox in Phuket und dank ihrer Hilfe konnte ich meine Schärfe-Toleranz-Schwelle deutlich erhöhen. Und seit ich ohne Probleme selbst mit der thailändischen Schärfe umgehen kann, schmeckt das grüne Thai Curry gleich viel besser.


Das grüne Thai Curry Rezept

Zubereitet kann es mit jeder Art von Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten. Ich habe mich für Schrimps entschieden, weil ich sie einfach über alles liebe! Natürlich kann dieses Rezept auch für Vegetarier adaptiert werden – ersetzt einfach das Fleisch durch Tofu.

Warnung: Für viele Europäer bzw. für alle, die scharfe Speisen nicht gewohnt sind, kann dieses grüne Thai Curry wirklich eine Herausforderung darstellen, wenn nicht sogar richtig unangenehm werden. Ich habe mich mittlerweile an die thailändische Schärfe gewöhnt, weswegen es für mich okay ist.

Zutaten

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2 Personen

  • 100 g Garnelen
  • 100 ml Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 250 ml Kokosmilch
  • 1 EL Zucker
  • 70 g grüne Thai-Currypaste
  • 200 g Zucchini
  • 50 g Zuckererbsen
  • 2 EL Fischsauce
  • 2 frische, rote Chilischoten (gerne auch mehr)
  • Thaibasilikum

Zubereitung

Zucchini waschen, halbieren und in Scheiben schneiden. Zuckererbsen waschen, halbieren und die Enden abschneiden. Chilischoten waschen und quer in dünne Ringe schneiden. (Pass auf, dass du dir nach dem Schneiden der Chilischoten nicht ins Auge fasst!)

Kokosmilch öffnen und mit einem Löffel den festen Bestandteil von der Kokosmilch trennen. In einem Topf auf mittlerer Stufe erhitzen, dabei die Currypaste hinzugeben und unter ständigem Rühren kochen.

Fischsoße und Zucker hinzugeben und gut verrühren. Garnelen hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Jetzt die Zucchini, Zuckererbsen und Chili hinzugeben und einige Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Mit Hühner- oder Gemüsebrühe aufkochen.

Am Schluss noch einmal alles mit Fischsoße und Zucker ganz nach eigenem Geschmack abschmecken, Basilikum waschen, Blätter abzupfen und über das Curry verteilen.

Und jetzt, lass es dir schmecken. 😊


Am besten servierst du das grüne Thai Curry gemeinsam mit Reis und lass die Chilischoten weg, wenn du dir mit Schärfe etwas schwertust – es wird trotzdem richtig gut schmecken.

Hast du schon einmal ein grünes Thai Curry gegessen? Wie hat es dir geschmeckt?

Erzähl es mir in deinem Kommentar! 😊

Wenn du dir dieses Rezept gerne für einen späteren Zeitpunkt merken möchtest, dann habe ich hier die perfekte Grafik für Pinterest für dich:

6 comments

  1. Liebe Vici,

    ich bin neugierig, wie hast du deine Schärfe-Toleranzgrenze denn erhöht? Hast du dich Stück für Stück an immer schärfer werdende Speisen herangetraut? Ich habe früher gern scharf gegessen und sogar den Tag mit Wasabi aufs Frischkäsebrot begonnen. Mittlerweile esse ich nur noch selten scharf und habe da auch nur noch eine geringere Toleranzschwelle.
    Daher kenne ich grünes Thai Curry auch nur in der “soften” Version. Aber dein Rezept finde ich klasse, damit könnte ich meinen Papa mal überraschen. Der mag es nämlich schön scharf und am liebsten selbstgekocht.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Hallo Mo.
      Nicht so ganz. Während meines Aufenthaltes in Asien habe ich mich wirklich sehr gut mit einigen Thailändern angefreundet. Und als sie hörten, dass ich schon einige Monate in Thailand bin, aber immer noch kein scharfes Essen vertrage, waren sie ganz entrüstet und haben sich vorgenommen mich ‘umzuprogrammieren’ (ihre Wortwahl, nicht meine ^^). Habe mit ihnen sehr viel Zeit verbracht und wann auch immer wir essen gingen, durfte ich nur Gerichte bestellen, solange sie normale Thai-Schärfe beinhalten. Anfangs habe ich wahnsinnig geschwitzt und echt schon gedacht ich überlebe das Ganze nicht, aber nach einigen Wochen habe ich dann festgestellt, dass es mir langsam immer besser schmeckte und mich nicht mehr umbrachte.

      Jetzt gilt es nur noch meine Toleranzgrenze zu halten und nicht wieder zu verlieren… meine Freunde wären sonst echt enttäuscht bei unserem nächsten Wiedersehen. ^^

      LG,
      Vici

  2. Liebe Vici,
    ich liebe Thai Essen, weil es so frisch und voller Gemüse und Aromen (natürliche Gewürze) kommt. Ich habe es in Thailand gegessen und bei einem Kommilitonen, der Thai ist. Zuhause kochen wir auch das grüne Curry besonders gerne… Schärfe bin ich aus Südamerika gewohnt aber… so scharf wie manche Suppe in Thailand war, esse ich dann doch nicht. 😇
    Ich sehe, Ddu kochst die Zutaten auch nicht ewig, sondern kurz und knackig, wie in Thailand 👌🏽

    Liebe Grüße, Manuela

    1. Hallo Manuela.
      Bin ganz bei dir – Thai Essen ist für mich einfach immer unglaublich frisch und knackig. Ich kenn mich jetzt nicht mit der Schärfe in Südamerika aus, aber die Thai Schärfe ist für mich mittlerweile vollkommen okay. 🙂

      LG,
      Vici

  3. Ich liebe grünes Curry und das Rezept hört sich wirklich lecker an! Da läuft einem beim Lesen schon das Wasser im Mund zusammen und man bekommt Fernweh.

    1. Hallo Karin.
      Freut mich, dass dir mein Rezept gefällt. Bin gespannt, wie es dir schmeckt, solltest du dich entscheiden, es einmal selbst zuhause zu kochen. 🙂

      LG,
      Vici

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