8 Backpacker Anfängerfehler – so vermeidest du sie

Aller Anfang ist schwer und strotzt oftmals nur so vor sogenannten ‘Anfängerfehler‘. Aber das ist okay. Du hast keine Erfahrung, weißt nicht wie alles abläuft, kennst dich selbst noch nicht auf Reisen und weißt nicht, was du wirklich brauchst und was nicht. Glaub mir, mir ging es anfangs ganz genau so. Wenn ich an meine erste lange Reise zurückdenke, dann könnte ich wirklich zum Lachen anfangen und zwar über mich selbst. Ich habe so unglaublich viele ‘Anfängerfehler’ gemacht, die ich vermeiden hätte können, wenn es mir nur jemand vorher gesagt hätte.

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Um dir zu helfen, die typischen ‘Anfängerfehler’ eines Backpackers nicht zu machen, habe ich dir hier eine kleine Liste meiner Fehler zusammengeschrieben:
#1 Viel zu viel Gepäck

Auf meiner ersten langen Reise wog mein Gepäck locker 15kg. Ich wollte einfach nur für jede erdenkliche Situation vorbereitet sein und habe es einfach übertrieben. Klar, einige würden jetzt sagen, sooo viel Gepäck ist das ja eigentlich gar nicht, aber da ich nicht einmal die Hälfte meines Gepäckes auch wirklich gebraucht habe, war es einfach zu viel… und schleppen musste ich es schließlich ja auch. Es war einfach mehr als unnötig so viel mitzunehmen.

Mittlerweise reise ich nur noch mit knapp 6,5kg und lediglich mit Handgepäck. Ich könnte eigentlich auch mit weitaus weniger Gewicht reisen, aber da ich meinen Laptop und meine Kamera immer dabeihabe, ist es schwer, das Gewicht noch weiter zu reduzieren.

Gerade als Backpacker solltest du, meiner Meinung nach, zum Reise-Minimalisten werden. Beschränke dich auf die wesentlichen Dinge, denn mehr wirst du tatsächlich nicht brauchen. Lass den ganzen Schickschnack zu Hause, nimm nur Kleidung für sieben Tage mit und wasche sie regelmäßig, bevor du dich zu Tode schleppst.

Und falls du auf deiner Reise doch bemerken solltest, dass dir etwas fehlt, dann kauf es dir einfach vor Ort. Und für besondere Touren, wie zum Beispiel Tauchgänge, leih dir das benötigte Equipment einfach aus. 😊

#2 Alles neu kaufen

Einer meiner größten Fehler war, das ich dachte, für meine lange Reise alles neu kaufen zu müssen. Erst mit der Zeit wurde mir bewusst, dass ich eigentlich vieles gar nicht wirklich brauchte oder in Wahrheit schon zuhause hatte. Das Einzige, dass ich damals von dem ganzen gekauften Zeug auch wirklich brauchte, war ein Rucksack und ein neuer Kulturbeutel – den Rest hätte ich mir definitiv sparen können.

Verzichte besser auf eine riesige Shoppingtour, sondern überlege dir zuerst, was du schon alles zuhause hast und was du wirklich noch brauchst. Nimm dir deine ‘alten’ Sachen mit und wenn sie unterwegs kaputt gehen, dann kauf dir vor Ort etwas Neues. Sieh es einfach von der Seite – je weniger du schon vor deiner Reise selbst ausgibst, desto mehr hast du für deine Reise selbst.

Ich gebe mein Geld einfach viel lieber an meinem Reiseziel aus. 😉

#3 Deine Reise von Anfang an komplett durchzuplanen

Voller Vorfreude stürzt du dich in die Planung, verschlingst einen Reiseführer nach dem anderen und machst dir Notizen. An sich ist dagegen ja nichts zu sagen, aber solch eine Planung würde ich dir nur empfehlen, wenn es sich um einen kurzen Urlaub handelt. Nicht aber bei einer Reise, die länger als 3 Wochen ist…

Denn durch das ganze Planen setzt du dich selbst unter Druck und hast das Gefühl, all deine aufgelisteten Dinge auch wirklich machen zu müssen. Du rennst von Stadt zu Stadt, von Attraktion zu Attraktion und vergisst dabei auf dich selbst. Verlierst den Sinn deiner Reise aus den Augen. Es kann nicht schaden, die ersten Tage vorzuplanen, wenn es dir das Gefühl von Sicherheit vermittelt. Ich mach das genau so – die ersten 2 Nächte meiner Reise buche im oft schon Monate vorher…

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Aber den Rest deiner Reise? Versuche spontan zu sein, lass dich treiben, gib dem Ganzen die Chance sich selbst zu entwickeln und genieße einfach, was auch immer passieren mag. Denn das ist es doch, was eine Reise ausmacht.

#4 Deine eigene Erwartungshaltung

Du siehst dir Bilder von Sehenswürdigkeiten im Internet an, liest alle Bewertungen zu einem Hostel oder Hotel und suchst dir vorab die besten Restaurants der Stadt. Klar bist du danach gut informiert, aber du baust dir damit gleichzeitig auch eine gewisse Erwartungshaltung auf. Du wirst dadurch viel schneller enttäuscht sein… erkunde die Gegend lieber auf eigene Faust und mache deine eigenen Erfahrungen – abseits der ganzen Bewertungen.

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Denn es wird nur in den seltensten Fällen ganz genauso wie auf den Bildern ausschauen. Außerdem werden sich deine Erfahrungen immer von den der anderen unterscheiden… Manchmal ist es besser nicht wirklich informiert zu sein und alles neu zu entdecken – denn das ist es, was das Reisen zu etwas ganz Besonderem macht.

Du wirst sehen, du wirst dadurch gleich viel neugieriger und offener sein. Und du wirst gleich doppelt so viel Spaß haben.

#5 Du reist zu schnell

Du reist von Stadt zu Stadt, bleibst oft nur zwei Nächte an einem Ort und irgendwann vergeht dir die Lust? Du fühlst dich müde und ausgelaugt? Irgendwie ausgebrannt? Du möchtest eigentlich dein Bett oder deine Unterkunft gar nicht mehr verlassen? Tut mir leid, dir das zu sagen, aber du bist zu schnell gereist und hast dir keine Erholungszeit gegönnt.

Was viele oft vergessen oder übersehen ist das Reisen wirklich anstrengend sein kann. Nicht nur für deinen Körper, sondern auch für deinen Geist. Du erlebst Tag für Tag etwas Neues, bist außerhalb deiner Komfortzone und musst dich jeden Tag auf etwas Neues einstellen – das Ganze muss auch einmal verarbeitet werden.

Es braucht also auch ein paar Ruhezeiten. Gönn dir zwischendurch auch immer wieder einmal Phasen der Entspannung und Ruhe. Reise ruhig etwas langsamer und verbringe mehr als 2 Tage an einem Ort. Entdecke Orte abseits der Touristenpfade und lerne das Leben vor Ort richtig kennen. Das ist dir aber nur möglich, wenn du länger an einem Ort verweilst.

Hör auf zu versuchen alles von deiner Bucket Liste streichen zu wollen. Reise um des Reisens selbst willen. Reise um Neues zu entdecken, Erfahrungen zu sammeln und dich selbst kennen zu lernen.

#6 Es wird nicht immer so laufen, wie du es gerne hättest

Von Zuhause bist du einen gewissen Alltag gewohnt, hast dir deine eigene Routine erarbeitet. Kennst dich aus. Doch auf Reisen wird alles ganz anders sein, wird alles ganz anders laufen, wird sich alles ganz anders entwickeln. Dir werden ‘Fehler’ passieren, die dir zuhause vielleicht nie passiert werden. Du wirst abgezockt, verarscht, trittst permanent in Fettnäpfchen und wirst vielleicht sogar ausgelacht.

Doch anstatt dich darüber aufzuregen, nimm es lieber mit Humor und lach einfach mit. Nimm dich selbst nicht zu ernst. Denn die Zeit, die du dich über Dinge ärgerst, die du in Wahrheit ohnehin nicht ändern kannst, bringt dir niemand wieder zurück. Es ist verlorene Zeit, verlorene Energie. Mit der Zeit wirst du immer mehr an Erfahrung sammeln und gewisse Fehler werden dir nicht mehr passieren.

Sieh das Ganze als Teil deiner Reise, als Entwicklungsprozess, an. Es gehört einfach dazu. Aber es macht das Reisen auch gleich viel interessanter und lustiger. Lerne gewisse Dinge einfach loszulassen.

#7 Am falschen Ende zu sparen

Wenn du nur ein gewisses Budget zur Verfügung hast, wirst du meistens eher die günstigere Variante bevorzugen – den günstigsten Bus, die günstigste Unterkunft, das günstigste Essen. Sei es im Endeffekt auch noch so unangenehm. Aber sei vorsichtig: manchmal könntest du dir damit vielleicht zu viel zumuten und verlierst dadurch ein wenig den Spaß am Reisen.

Auf Geld zu schauen und kostenbewusst zu reisen, ist vollkommen okay. Aber übertreib es bitte einfach nicht. Gib ruhig den ein oder anderen Euro mehr für dein Wohlbefinden aus – sei es für eine etwas bessere Unterkunft, einen bequemeren Sitz im Bus oder auch für ein zweites Bier.

Denn nur wenn du dich wohlfühlst wird dir deine Reise wirklich Spaß machen und dir positiv in Erinnerung bleiben.

#8 Bereits nach kürzester Zeit pleite gehen

Es gibt diejenigen, die auf jeden Cent zweimal schauen und dann gibt es diejenigen, die das Geld nur so aus dem Fenster werfen. Denn man ist auf Reisen und gönnt sich ja sonst nichts, stimmts? Und bevor sie sich versehen, sind sie pleite und müssen entweder frühzeitig nach Hause fliegen oder vor Ort irgendwie Geld verdienen… und das meist nicht gerade auf die legalste Art.

Weder die eine, noch die andere Art ist gut – ideal wäre das Beste von beiden, ein Mittelweg also.

Überleg dir, was du unbedingt machen und erleben möchtest. Was DU willst und nicht um einfach nur eine Liste abzuarbeiten. Schreibe dir deine Ausgaben auf, so wirst du nie den Überblick verlieren und musst keine Angst mehr haben, plötzlich kein Geld mehr zu haben. Gleichzeitig wirst du erkennen, ob du dir gewisse Sachen eigentlich überhaupt noch leisten kannst.

Hier habe ich noch ein paar Tipps für dich, wie es sich auf deiner Reise selbst Geld sparen lässt, ohne auf etwas verzichten zu müssen.

Auch heute noch mache ich einige dieser Fehler immer wieder. Und das nicht nur beim Reisen selbst, sondern auch beim Entdecken neuer Orte zuhause in Wien.

Gerade der Punkt mit der eigenen Erwartungshaltung ist etwas, das mich noch immer beschäftigt und an dem ich bis heute arbeiten muss. Denn ich falle immer wieder in alte Muster, erkundige mich und bin dann oft enttäuscht, weil es einfach nicht meinen Erwartungen entspricht.
Erst vor kurzem ist es mir passiert… und zwar bei meinem ersten Besuch im Palmenhaus.

Du siehst, auch wenn man öfters durch die Gegend reist, ‘Fehler’ können immer wieder passieren. Man kann sich nicht wirklich vor ihnen schützen, aber man kann sich selbst genau beobachten und aufmerksamer sein.

Meine Liste hier soll dir helfen einige typische Fehler vielleicht nicht zu machen. Nimm dir Zeit, entscheide was für dich wichtig ist und vergiss den Rest einfach wieder. 😊

Welche Fehler sind dir gerade am Anfang passiert und welche begleiten dich auch noch bis heute? Welche Tipps hast du für mich?

Erzähl es mir in deinem Kommentar. 😊

Wenn dir dieser Artikel geholfen hat, dann merk ihn dir am besten ganz schnell auf einer deiner Pinnwände auf Pinterest!

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