Tom Yam Gung ist eine der bekanntesten Suppen Thailands – scharf, sauer, intensiv und herrlich aromatisch. Die Kombination aus Chili, Limette, Zitronengras und frischen Garnelen macht sie zu einer echten Geschmacksexplosion, die man einmal probiert und nie wieder vergisst.
Was viele nicht wissen: Auch wenn der Geschmack komplex wirkt, ist Tom Yam Gung gar nicht so schwer zuzubereiten. Mit den richtigen Zutaten und ein paar einfachen Handgriffen zauberst du dir die beliebte Thai-Suppe ganz einfach nach Hause.
In diesem Beitrag zeige ich dir mein unkompliziertes Tom Yam Gung Rezept mit Garnelen, erkläre dir, worauf du bei den Zutaten achten solltest, wie du die Schärfe individuell anpasst und wie du die Suppe bei Bedarf sogar vegetarisch abwandeln kannst.
Was ist Tom Yam Gung?
Tom Yam Gung (auch „Tom Yum Goong“) ist eine traditionelle thailändische Suppe mit Garnelen, die durch ihre intensive Kombination aus scharf, sauer und frisch besticht. Der Name setzt sich zusammen aus:
- Tom = Suppe (bzw. „gekocht“)
- Yam = eine würzige, saure Zubereitungsart
- Gung = Garnelen
Das Besondere an dieser Suppe sind die typischen Thai-Aromen: Zitronengras, Kaffirlimettenblätter, Galgant, Fischsauce, Limettensaft und frische Chilis sorgen für ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Säure, Schärfe und Tiefe. Ergänzt wird das Ganze mit Garnelen und meist Champignons oder Thai-Pilzen.
In Thailand ist Tom Yam Gung eines der beliebtesten Gerichte überhaupt – nicht nur in Restaurants, sondern auch in privaten Haushalten. Es gibt unzählige Varianten, mal klar und kräftig (wie in deinem Rezept), mal mit Kokosmilch leicht abgemildert.
Egal in welcher Form – Tom Yam Gung ist Thai-Küche pur: intensiv, frisch und garantiert nichts für langweilige Geschmacksknospen.

Warum du die Suppe unbedingt probieren solltest
Tom Yam Gung ist nicht nur eine Suppe – sie ist ein echtes Geschmackserlebnis. Die Kombination aus Schärfe, Säure und Kräuterfrische ist unverwechselbar und genau das, was thailändische Küche so besonders macht.
Trotz der intensiven Aromen ist sie leicht und erfrischend, macht nicht müde, sondern eher wach – und ist damit perfekt für Tage, an denen du dir etwas Besonderes gönnen willst, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Ein paar gute Gründe, warum du sie ausprobieren solltest:
- Sie ist schnell gemacht, wenn du die Grundzutaten einmal da hast
- Du kannst die Schärfe anpassen – von leicht pikant bis feurig
- Sie eignet sich auch als Erkältungskiller (Chili, Ingwer & Limette wirken Wunder!)
- Mit etwas Gemüse oder Tofu kannst du sie leicht abwandeln – auch vegetarisch
Für wen eignet sich das Rezept?
Diese scharfe Thai-Suppe mit Garnelen ist genau das Richtige für dich, wenn du…
- …auf der Suche nach einem außergewöhnlichen, aromatischen Gericht bist
- …die thailändische Küche liebst oder sie gerade erst für dich entdeckst
- …etwas Frisches & Leichtes kochen willst, das trotzdem richtig satt macht
- …gern mit natürlichen Zutaten kochst – ohne Schnickschnack, aber mit Geschmack
- …gern mal eine Suppe isst, die alles andere als langweilig ist
Besonders praktisch: Die Suppe ist schnell gemacht, lässt sich gut anpassen (z. B. mit Tofu oder Pilzen statt Garnelen) und eignet sich auch als kleine kulinarische Auszeit vom Alltag – egal ob du gerade Fernweh hast oder einfach Abwechslung auf dem Teller brauchst.

Zutaten & Varianten
Für die klassische Tom Yam Gung Suppe mit Garnelen brauchst du ein paar typische Thai-Zutaten, die du entweder im Asia-Shop oder teilweise auch im gut sortierten Supermarkt findest. Viele lassen sich bei Bedarf durch Alternativen ersetzen – damit du die Suppe auch dann kochen kannst, wenn nicht alles vorrätig ist.
Zutaten für 4 Portionen
- 1,5l Hühnerbrühe
- Garnelen (am besten noch mit Kopf und Schale)
- 200g Pilze
- 2 Tomaten
- 2 Chilischoten (am besten getrocknet)
- 2 Stängel Zitronengras
- 1 Stück Galgant (daumengroß)
- 2 Schalotten
- 4 Korianderwurzeln
- 4 Kaffirlimettenblätter
- 2 Vogelaugenchili
- 1 Limette
- 1 TL Salz
- 1 TL Zucker
- 1 EL Fischsauce
- 1 Bund Koriander
Varianten & Alternativen
- Vegetarisch/vegan: Statt Garnelen kannst du Tofu verwenden und die Fischsauce durch Sojasauce + Limettensaft ersetzen.
- Mehr Gemüse: Kombiniere z. B. mit Babymais, Pak Choi, Karotten oder Brokkoli.
- Mildere Variante: Reduziere die Chilis oder lasse sie ganz weg – die Suppe bleibt trotzdem aromatisch.
- Noch mehr Geschmack: Verwende selbstgemachte Brühe aus Garnelenschalen, Zitronengras und Limettenblättern als Basis.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt dir Tom Yam Gung
Tom Yam Gung ist ein Gericht voller Aromen – mit jeder Zutat entfaltet sich der typische Geschmack ein Stück mehr. Die Zubereitung ist einfach und klar strukturiert, und am Ende erwartet dich eine Suppe, die gleichzeitig frisch, würzig und angenehm scharf ist.
- Die Hühnerbrühe in einem Topf zum Kochen bringen, mit Salz und Zucker abschmecken. Die Tomaten waschen und vierteln. Die getrockneten Chilischoten grob in Streifen schneiden. Alles zur Brühe geben und auf kleinster Stufe köcheln lassen.
- Das Zitronengras an beiden Enden kappen und platt drücken. Den Galgant schälen und in Scheiben schneiden. Die Schalotten schälen und längs vierteln. Die Korianderwurzeln putzen. Die Vogelaugenchili längs aufschneiden und entkernen.
Alles zusammen mit den Kaffirlimettenblätter in einen Mörser geben und leicht zerstoßen, damit sich die Aromen besser entfalten. Anschließend in die Brühe mixen.
Die Pilze putzen, schneiden und ebenfalls in die Brühe geben. - Die Garnelen waschen und gemeinsam mit der Tamarinden Paste zur Brühe geben. Ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis die Garnelen gar sind.
- Den Koriander waschen und grob hacken. Die Limette halbieren.
- In jede Suppenschüssel etwas Limettensaft und 1 Esslöffel Fischsauce geben. Die kochend heiße Suppe auf die Schüsseln verteilen, mit dem gehackten Koriander garnieren und servieren.
Tipps für mehr Aroma & Authentizität
Tom Yam Gung lebt von ihren typischen Aromen – und mit ein paar kleinen Tricks schmeckt sie fast wie in einer Garküche in Bangkok:
- Garnelenschalen mitkochen
Wenn du Garnelen mit Schale verwendest, kannst du die Schalen kurz mit in der Brühe auskochen (am besten im ersten Schritt) – sie geben der Suppe noch mehr Tiefe und ein intensiveres Aroma. - Galgant statt Ingwer
Falls du Galgant bekommst, unbedingt verwenden! Der Geschmack ist etwas zitroniger und schärfer als Ingwer und bringt den authentischen Tom-Yam-Geschmack noch besser zur Geltung. - Limettensaft erst ganz zum Schluss
Säure verliert an Frische, wenn sie mitgekocht wird. Gib den Limettensaft deshalb erst nach dem Kochen zur Suppe – so bleibt der Geschmack schön frisch und fruchtig. - Nicht alle Zutaten müssen mitgegessen werden
Zitronengras, Galgant und Limettenblätter geben der Suppe Geschmack, werden aber traditionell nicht mitgegessen. Wenn du magst, kannst du sie vor dem Servieren entfernen – oder einfach beiseitelegen.

Meal Prep & Aufbewahrung
Tom Yam Gung schmeckt frisch am besten – direkt aus dem Topf und noch dampfend heiß. Aber falls etwas übrig bleibt oder du bewusst mehr kochst, kannst du die Suppe auch gut aufbewahren:
Wie lange hält sich die Suppe?
Luftdicht verschlossen hält sich Tom Yam Gung im Kühlschrank etwa 1–2 Tage. Danach verliert sie langsam an Frische – vor allem durch den Limettensaft und die Kräuter.
Garnelen besser frisch zubereiten
Wenn du Meal Prep planst, kannst du die Suppe zuerst ohne Garnelen kochen und aufbewahren. Die Garnelen dann einfach frisch garen und zur heißen Suppe geben – so bleiben sie zart und werden nicht zäh.
Aufwärmen – aber mit Gefühl
Die Suppe lässt sich gut in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Limettensaft und frische Kräuter am besten erst nach dem Aufwärmen nochmal frisch dazugeben – so schmeckt sie fast wie frisch gekocht.
Meine persönliche Geschichte zur Tom Yam Gung Suppe
Als ich das erste Mal in Thailand war, war ich mehr als überfordert – so viele Gerichte, so viele Namen, so viele neue Gerüche. Ich hatte vorher noch nie thailändisch gegessen und wusste gar nicht, wo ich anfangen soll.
Weil ich aber schon immer Garnelen geliebt habe, fiel meine Wahl schließlich auf Tom Yam Gung – die Suppe mit Garnelen. Ich hatte keine Ahnung, wie sie schmecken würde – aber sie war heiß, würzig, sauer, scharf und einfach ganz anders als alles, was ich bis dahin kannte. Und irgendwie… genau richtig.
Heute gehört Tom Yam Gung zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Es ist für mich nicht nur ein Stück Thailand im Alltag, sondern auch echtes Comfort Food, wenn ich mich nicht wohlfühle oder einfach etwas Warmes brauche, das gleichzeitig leicht und aromatisch ist.
Fazit
Tom Yam Gung ist viel mehr als nur eine Suppe mit Garnelen. Sie ist aromatisch, leicht, wohltuend – und bringt mit jedem Löffel ein Stück Thailand auf deinen Tisch. Egal ob du sie zum ersten Mal probierst oder schon lange liebst: Diese Suppe überrascht immer wieder aufs Neue mit ihrer Balance aus Schärfe, Säure und Frische.
Wenn du also Lust hast auf ein Rezept, das schnell gemacht ist, wunderbar duftet und dich garantiert nicht kaltlässt – probier’s aus!
Hast du Tom Yam Gung schon einmal selbst gekocht – oder ist es dein liebstes Thai-Gericht?
Teile deine Erfahrungen, Tipps oder Fragen gerne in den Kommentaren. Ich freue mich auf den Austausch! 💬🥢🍜
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Tom Yam Gung – Scharfe Thai-Suppe mit Garnelen
Zutaten
- 1,5 l Hühnerbrühe
- Garnelen (am besten mit Kopf und Schale)
- 200 g Pilze
- 2 Tomaten
- 2 Chilischoten (am besten getrocknet)
- 2 Stängel Zitronengras
- 1 Stück Galgant (daumengroß)
- 2 Schalotten
- 4 Korianderwurzeln
- 4 Kaffirlimettenblätter
- 2 Vogelaugenchili
- 1 Limette
- 1 TL Salz
- 1 TL Zucker
- 1 EL Fischsauce
- 1 Bund Koriander
Anleitungen
- Die Hühnerbrühe in einem Topf zum Kochen bringen, mit Salz und Zucker abschmecken. Die Tomaten waschen und vierteln. Die getrockneten Chilischoten grob in Streifen schneiden. Alles zur Brühe geben und auf kleinster Stufe köcheln lassen.
- Das Zitronengras an beiden Enden kappen und platt drücken. Den Galgant schälen und in Scheiben schneiden. Die Schalotten schälen und längs vierteln. Die Korianderwurzeln putzen. Die Vogelaugenchili längs aufschneiden und entkernen. Alles zusammen mit den Kaffirlimettenblätter in einen Mörser geben und leicht zerstoßen, damit sich die Aromen besser entfalten. Anschließend in die Brühe mixen.
- Die Pilze putzen, schneiden und ebenfalls in die Brühe geben.Die Garnelen waschen und gemeinsam mit der Tamarinden Paste zur Brühe geben. Ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis die Garnelen gar sind.
- Den Koriander waschen und grob hacken. Die Limette halbieren.
- In jede Suppenschüssel etwas Limettensaft und 1 Esslöffel Fischsauce geben. Die kochend heiße Suppe auf die Schüsseln verteilen, mit dem gehackten Koriander garnieren und servieren.





Liebe Vici,
ich war mit meinem Freund vor einem Monat das erste Mal in Thailand und wir waren so sehr von dem Essen begeistert, dass wir unbedingt etwas nachkochen wollten.
Nachdem ich nach einem Khao Soi Rezept suchte, bin ich auf deinen Blog gestoßen und liebe es, dass du einige Rezept von Gerichten online gestellt hast, die wir so gerne im Urlaub gegessen haben.
Gestern probieren wir deine Tom Yam Gung Suppe und sie war echt mega gut!! Zwar war sie farblich etwas blasser, aber geschmacklich echt ein Traum. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch auch sehr ähnlich wie in Thailand schmecken kann.
Vielen Dank für deine Rezepte – ich freu mich schon auf die nächsten, die wir von dir nachkochen werden 🙂
LG Tanja
Hey, Tanja.
Freut mich wirklich unglaublich, dass ihr auf dieses Rezept gestoßen seids und es euch geschmeckt hat. 🙂 Werde in regelmäßigen Abstände meine Lieblingsrezepte aus Asien posten und würde mich freuen, wenn du mir dann erzählst, wie du sie fandest. 🙂
LG,
Vici