Teil 6: Sukhothai – eine unerwartete Wendung

Sukhothai selbst hat mich als Stadt nicht wirklich überzeugt. Für mich hat es nicht viel zu bieten, den Historical Park mal ausgenommen, hat aber emotional einiges für uns als Gruppe bereitgehalten.

Aber bevor ich dir vom Historical Park oder der unerwarteten Wendung erzähle, muss ich dir unbedingt meine Unterkunft zeigen. Eine absolute Ruheoase und der perfekte Ort um wieder zu Kräften zu kommen. Aber lies selbst:

Eine Unterkunft, die perfekt zum Entspannen und Kräfte sammeln ist

In Sukhothai selbst blieben wir 2 Nächte, uns blieb also ein ganzer Tag für den Historical Park. Für den Rest der Zeit hatten wir keine konkreten Pläne, bei mir stand aber ganz klar Erholung am Plan.

The Nature liegt zwar nicht im Zentrum von Sukhothai, aber das macht es nur noch charmanter. In der unmittelbaren Nähe findest du etliches an Streetfood und sogar einen Nachtmarkt. Doch was mich wirklich überzeugt hat, war, dass die Zimmer wirklich einladend aussahen und es einen Pool gab. Wüsste ich es nicht besser, hätte ich glatt schwören können, dieses Hotel befinde sich am Strand. Die Atmosphäre ist unglaublich entspannend und hier kannst du die Grillen zirpen hören, so ruhig und still ist es. Und das alles zu einem unschlagbaren Preis!

Eine Unterkunft, die ich dir unbedingt für deinen Besuch in Sukhothai ans Herz legen möchte. Selten wirst du so ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erleben wie hier.

Der Historical Park in Sukhothai – ein Bild vergangener Schönheit

Ich weiß nicht einmal genau, was mich so sehr an historischen Bauten, allem an Tempeln, reizt und fasziniert. Es ist nicht einmal wirklich die Geschichte dahinter… aber alleine der Gedanke, dass diese Bauwerke von Menschenhand erschaffen wurden, ist einfach nur überwältigend.

Und als ich den Historical Park in Sukothai betrat und die ersten Meter zu Fuß zurücklegte, da war ich einfach nur hin und weg. So richtig beschreiben kann ich das Gefühl gar nicht. Es hat mich einfach nur von den Socken gehauen.

Der einfachste Weg den Park zu erkunden ist mit dem Fahrrad (du kannst diese am Eingang gegen ein kleines Entgelt ausborgen). Die Anderen taten das dann auch, doch ich entschied mich dagegen. Ich wollte den Park alleine und vor allem in Ruhe zu Fuß erkunden. Weswegen ich auch deutlich länger als die anderen brauchte. ^^

Die Tempel, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben

Überall im Park verstreut, findest du Tempelanlagen bzw. die Überreste dieser. Doch drei davon stechen besonders heraus. Irgendwas haftet an ihnen, dass sie besonders machen und man sie einfach nicht so schnell vergessen kann.

Den ersten Tempel, den Wat Mahathat, siehst du sofort, wenn du, wie ich, den Park durch den Südeingang betrittst. Nur ein paar Meter die Straße entlang und schon siehst du ihn… und was soll ich sagen, er raubt einen nicht umsonst den Atem.

Weiter geht’s zum Wat Si Sawai. Viele vergleichen diesen Tempel mit einer Miniaturversion des Ankor Wats. Soweit würde ich jetzt nicht unbedingt gehen, beeindruckend ist er aber trotzdem auf alle Fälle.

Zu guter Letzt trieb es mich zum Wat Sa Si. Dieser befindet sich auf einer kleinen Insel mitten im See und kann nur über einen Holzbrücke erreicht werden.

Diese drei Tempel sind diejenigen, die mich am meisten beeindruckt haben… doch natürlich gibt es weitaus mehr. Denn der Historical Park besteht nicht nur aus dem Bereich innerhalb der Mauern, sondern du findest auch außerhalb noch etliche Überbleibsel.

Wäre ich motivierter gewesen hätte ich den Rest auch noch erkundet. Doch an diesem Tag war der Bereich innerhalb der Mauer Erfahrung genug für mich. Eines Tages werde ich das sicher nachholen.

Ein tempelreicher Tag… und dann die Überraschung

Am Ende meines vorherigen Roadtrip Berichtes zu Kanchanaburi habe ich kurz angeschnitten, dass hier in Sukhothai etwas passieren würde. Etwas Unerwartetes… und am Ende einer weniger in der Gruppe sein würde.

Noch einmal kurz zur Erklärung (falls du es vergessen hast oder erst jetzt dazustößt): die Anfangscrew des Roadtrips bestand aus drei Leuten. Wir hatten uns während der Sandbox in Phuket kennengelernt und sind dann einige Zeit zusammen gereist. Gleich bei unserem ersten Stopp auf einer Farm, trafen wir auf andere Backpacker. Die Ereignisse überschlugen sich und plötzlich waren wir in Summe zu Fünft. Einer von uns hatte sie eingeladen, die anderen zwei waren jetzt nicht so glücklich mit dieser Entscheidung…

Kommen wir wieder zurück zu den Ereignissen in Sukhothai. Der Tag im Historical Park war anstrengend… es war wahnsinnig heiß, die Sonne brannte auf uns herunter und der Park war doch recht weitläufig. Wir waren also dementsprechend müde, naja jedenfalls zwei von uns. Die anderen drei wollten noch unbedingt etwas unternehmen… an sich auch gar kein Problem. Ich hätte sie irgendwo abgesetzt und für den Rückweg hätten sie sich ein Taxi rufen müssen. Ich hielt es für eine gute Idee, für sie hingegen kam es nicht in Frage… es war ihnen schlicht und einfach zu teuer. Nach ewig langem hin und her einigten wir uns schließlich darauf wieder zurück ins Hotel zu fahren und wer wollte, konnte dann dort die Umgebung erkunden. Die Rückfahrt verlief dann auch recht ereignislos, wenn man mal das Gejammere vom Rücksitz ignorierte.

Der letzte Tropfen und eine Entscheidung

Was ich aber noch nicht wusste, war das diese Diskussion für jemanden der letzte Tropfen war. Das Körnchen, dass eine vage Idee zu einer Entscheidung machte.

Zurück im Hotel teilte einer der ursprünglichen Roadtripcrew uns nämlich mit, er würde noch heute Abend den Zug nach Chiang Mai nehmen. Er wollte einfach nicht mehr. Er hatte die ewige Diskussionen satt, er war das einengende Gefühle im Auto leid und er wollte einfach nicht mehr jede Entscheidung vor 2 fremden Menschen rechtfertigen müssen… so kam es also, dass ich ihn nur wenige Stunden später am Bahnhof in Sukhothai absetzte.

Ich war enttäuscht und auch etwas verärgert. Verstand ich ihn? Auf alle Fälle! Mir ging es ja nicht anders. Dieser Roadtrip war bis jetzt überhaupt nicht so verlaufen, wie ich es mir am Anfang ausgemalt hatte. Er war weit davon entfernt so zu sein, wie ich ihn gerne gehabt hätte. Ich verstand also, wieso er sich entschloss zu gehen. Sich abzukapseln und wer weiß, den Roadtrip vielleicht auch ganz abzubrechen. Ich verstand es nur zu gut.

Und doch war ich auch wütend. Wütend darüber, dass er mich in diesem Chaos allein ließ. Denn er wusste, mir ging es nicht unähnlich… und jemanden dabei zu haben, der genauso fühlt, war angenehm. Und jetzt fühlte ich mich doch etwas im Stich gelassen. Ich verstand seine Beweggründe… nur glücklich mit seiner Entscheidung war ich nicht.

So kam es also, dass wir von Fünf auf Vier schrumpften. Und das auch noch so kurz vor unserem Ziel… in Chiang Mai hätte sich das Team wieder auf ihre ursprünglichen drei Mitglieder reduziert. Und der Roadtrip hätte vielleicht endlich so sein können, wie wir es anfangs geplant hatten.

Aber wer weiß schon, was in den nächsten Tagen noch passieren wird. Wie sich alles entwickelt…

Das nächste Ziel ist auf alle Chiang Mai, nur noch knappe 5 Stunden entfernt. Eine ganze Woche in Chiang Mai war der Plan. Hatte ich in Sukhothai noch die Hoffnung gehabt, in Chiang Mai würde sich alles bessern und wir würden wieder als Gruppe zu Dritt zusammenfinden, hat sich dieser Gedanke in Chiang Mai von Tag zu Tag mehr verabschiedet…

Du fragst dich jetzt was in Chiang Mai alles passiert ist? Was ich in Chiang Mai alles erlebt habe und wie es auf unserem Roadtrip weitergeht? Dann freu dich schon einmal auf den nächsten Bericht “Chiang Mai – Ruhe und angespannte Nerven“.

Bis dann. Wir hören uns. 😉

Warst du schon einmal in Sukhothai? Was hältst du von dieser Stadt? Hast du den Historical Park ebenfalls besucht?

Erzähl mir davon in deinem Kommentar! 😉


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