Flugangst – 8 Tipps, um sie in den Griff zu bekommen

Flugangst, die wohl mit Abstand größte Hürde, die man vor einer Reise wohl haben kann. Feuchte Hände, weiche Knie, Übelkeit, Schwindel… um nur ein paar der gängigen Symptome zu nennen. Unter all diesen Sachen kann jemand mit Flugangst leiden. Besonders beim Start, während Turbulenzen und beim Landen. Diese Angst muss unglaublich einengend und schrecklich sein und schafft es garantiert einem jede Vorfreude zu nehmen.

Doch das muss nicht sein. Denn auch wenn du unter Flugangst leidest, sollte es dich nicht davon abhalten dürfen, die Welt zu erkunden.

Ich persönlich leide nicht unter Flugangst. Ich bin zwar kein Fan des Startes, aber mit einer Flugangst ist es natürlich überhaupt nicht zu vergleichen.

Trotzdem kenne ich mich etwas bei diesem Thema aus, denn ich habe unzählige Menschen während meines Jobs auf der Psychiatrie kennengelernt, die unter einer Vielzahl von Ängsten litten, auch die Angst vorm Fliegen war darunter. Ziel des Aufenthaltes war es oftmals einen Teil der Angst zu überwinden und herauszufinden, was genau einem dabei helfen kann. Bei vielen Ängsten ist es nämlich nur schwer möglich, sie komplett loszuwerden. Aber man kann lernen mit ihnen zu leben, mit ihnen umzugehen. Sich mit ihnen zu arrangieren und dabei viel über sich selbst zu lernen.

Du wirst das Fliegen vielleicht nie lieben, aber es gibt einige Dinge, die dir Sicherheit geben und dich beruhigen können. Tipps, die es dir vielleicht etwas angenehmer und bequemer machen könnten. Versuch es. Schaden kann es nicht.

Flugzeug, Flugangst, Reisen, Fernweh
Meine 8 Tipps, die dir bei deiner Flugangst (hoffentlich) helfen können
#1 Der Sitzplatz machts

Der richtige Sitzplatz kann dir helfen dich wohler und sicherer zu fühlen und kann dich somit entspannen. Es kann dir helfen, deine Angst etwas erträglicher für dich zu machen.

Wer sich vor Turbulenzen und ruckartigen Bewegungen fürchtet, der wählt am besten einen Sitzplatz in der Nähe der Flügel. Hier spürt man die Bewegungen der Maschine am wenigsten.

Hast du eher Probleme mit Schwindel oder hältst es nicht aus, nicht zu wissen, worüber du gerade fliegst, dann nimm dir lieber einen Fensterplatz. Oftmals ist es hilfreich seinen Blick in die Ferne zu richten und doch eine gewisse optische Abwechslung zu erleben.

Bekommst du hingegen leicht Platzangst und fühlst dich schneller bedrängt, wähle unbedingt einen Gangplatz. Am besten sogar einen Platz bei den Notausgängen, da du hier mehr Platz zur Verfügung haben wirst.

Auch die optische Präsenz vom Flugzeugpersonal kann eine beruhigende Wirkung haben. Um diese zu erreichen, setz dich in die vorderen Reihen. Was auch immer dir dabei hilft, den Flug schon einmal entspannter anzugehen, buche es am besten bereits vorab oder beim Online Check-In. So erlebst du beim Boarding schon mal keine bösen Überraschungen.

#2 Gehe entspannt an Bord (so weit es dir möglich ist)

Vermeide jeden unnötigen Stress bevor du an Bord steigst. Denn wenn du im Vorfeld schon etwas angespannt bist, wird dies deine Flugangst nur noch verschlimmern. Nimm dir genügend Zeit für die Anreise zum Flughafen, packe rechtzeitig deinen Rucksack, verabschiede dich in Ruhe von deinen Freunden und erledige alles wichtige bereits Tage vor deiner Abreise und nicht erst in letzter Minute.

Plane dir einen ausreichenden Puffer für die Wartezeit am Flughafen ein, sodass du nicht zum Gate hetzen musst. Sei besser zu früh, als zu spät am Flughafen und steig entspannt in den Flieger.

#3 Schaff dir eine Wohlfühloase

Wenn du Flugangst hast, dann solltest du versuchen, dir deinen Flug und die Zeit im Flieger so angenehm wie nur irgendwie möglich zu gestalten. Das bedeutet die richtige Kleiderwahl, deine Lieblingsmusik, dein Lieblingsbuch oder dein Lieblingsessen. Schaff dir deine Komfortzone – zieh bequeme und nicht einengende Kleidung an, packe dir etwas gegen die Kälte ein oder nimm etwas Make-up mit – hauptsache es lässt dich entspannen und dich wohlfühlen.

Sollte deine Angst stärker werden und du zunehmend unruhiger, konzentrier dich auf Dinge, die dich beruhigen. Konzentrier dich auf deinen Atem, zähle im Kopf von 100 rückwärts, versuch dich an Entspannungstechniken oder höre deine Lieblingsmusik. Was auch immer deinen Puls wieder zur Ruhe kommen lässt.

Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt:

#4 Lenk dich ab

Wer nichts zu tun hat, der hat die Zeit sich auf jede Kleinigkeit zu konzentrieren und in jede Geste oder in jedes Geräusch etwas hinein zu interpretieren. Doch genau das wird dich nur noch nervöser und unruhiger machen – vermeide dies also unbedingt. Um dem entgegen zu wirken, nimm dir so viel wie möglich mit, dass dich ablenken kann. Bücher, Musik, heruntergeladene Filme oder Serien, Lernsachen, etwas zum Schreiben oder etwas zum Zeichnen.

Was auch immer dich ablenkt – nimm es mit und versuch dich darauf zu konzentrieren. Denn wem Langweilig ist, der kommt nun mal schneller auf blöde Gedanken.

#5 Ein paar kleine Helferlein

Beim Fliegen strömen unglaublich viele verschiedene Einflüsse auf dich ein. Nicht alle sind besonders förderlich für dich und dein Wohlbefinden. Das alles kann dazu führen, dass du dich verkrampfst, nervös und unruhig wirst – die Fänge der Flugangst greifen nach dir.

Deshalb kann es nicht schaden, immer ein paar Helferlein bei der Hand zu haben:

  • Kaugummis helfen, wenn du beim Start oder der Landung mit Ohrenschmerzen durch den Druckausgleich zu kämpfen hast
  • Hautcreme und Lippenbalsam helfen bei trockener Luft im Flugzeug (wenig ist unangenehmer als sich dauernd um die Lippen zu fahren, um sie wieder zu befeuchten und sie dadurch nur noch trockener zu machen)
  • Pack dir warme Sachen ein, damit dir nicht kalt wird
  • Ohropax, Schlafmaske und Nackenkissen helfen um im Flieger sich etwas zurückzuziehen und vielleicht sogar etwas schlafen zu können
#6 Alkohol ist keine Lösung

Viele haben die Idee sich vor einem Flug etwas “Mut anzutrinken”. Keine gute Idee, denn Alkohol hilft nicht gegen Flugangst. Ganz im Gegenteil, Alkohol kann sie unter Umständen sogar noch verstärken. Denn aufputschende Getränke verstärken sich je nach Flughöhe. Am Boden bist du vielleicht noch lustig drauf und fühlst dich befreit, doch an Bord verstärkt sich die Wirkung und du wirst ziemlich betrunken oder aufgekratzt sein.

Hast du schon einmal im Vollrausch Turbulenzen erlebt? Alles andere als angenehm.

#7 Beweg dich zwischendurch

Vor allem auf Langstreckenflüge kann das Sitzen schon mal wirklich unangenehm werden oder sogar weh tun. Wer also lange Strecken fliegt, der sollte sich immer mal wieder bewegen, den Körper entkrampfen und die Muskeln lockern. Denn wenn dein Körper verkrampft und du dich unwohl fühlst, kann all dies deine Flugangst noch weiter verstärken. Es ist dann fast schon ein Teufelskreis.

Mache Dehnübungen oder lauf einfach den Gang auf und ab. Beweg dich einfach ein bisschen.

#8 Such dir einen Vertrauten

Schaff dir Verbündete. Wenn du gemeinsam mit jemanden verreist, dann erzähl deiner Begleitung von deiner Angst. Sie kann dir eine unglaubliche Stütze sein und wird dich sicher gerne ablenken und unterstützen wo es nur geht. Vielen geht es schon etwas besser, wenn sie das Gefühl haben, nicht auf sich alleine gestellt zu sein.

Solltest du solo reisen, so weihe am besten einen Flugbegleiter ein. Gerade diese sind im Umgang mit Flugangst bestens geschult und werden sich die größte Mühe geben, dir deinen Flug so angenehm wie möglich zu machen.

Flugangst, Reisen, Fliegen, Fernweh

Auch wenn du Flugangst hast, heißt das noch lange nicht, dass du deine Träume deswegen aufgeben musst. An Flugangst kannst du arbeiten – vielleicht wirst du sie nie ganz loswerden, aber du kannst versuchen sie zu lindern, sie für dich erträglicher zu machen und trotz allem deine Träume zu leben. Es gibt auf dieser Welt so viele wunderschöne und einmalige Plätze, lass nicht zu, dass dir die Flugangst die Möglichkeit nimmt, diese zu besuchen.

Ich hoffe meine Tipps konnten dir auch nur ein bisschen weiterhelfen und deine nächste Flugreise etwas angenehmer gestalten.

Wie gehst du mit deiner Flugangst um? Hast du weitere Tipps, die bei Flugangst helfen könnten?

Erzähl sie mir in deinem Kommentar. 😊

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