Die Engelsburg – ein Ort, der im Laufe der Geschichte ein Schauplatz vieler Dinge wurde.

Sie war Zufluchtsort, Schatzkammer, Gefängnis, Grabmal, Residenz, Hinrichtungsstätte, Kaserne und bis heute ein Museum. Welches Bauwerk in Rom kann denn schon auf solch eine abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken? Und das auch noch direkt vor den Toren der Vatikanstadt.

Die Geschichte rund um die Engelsburg

Kaiser Hadrian wollte für sich, seine Familie und allen nachfolgenden Kaisern eine Begräbnisstätte, ein Grabmal, errichten. Der Bau wurde 139 n. Chr. fertiggestellt und durch die Engelsbrücke (Pons Aelius) mit dem anderen Tiberufer verbunden.

Die Engelsburg, auch Castel Sant’ Angelo, war geboren.

Doch sie diente lediglich bis 217 n. Chr. als Grabkammer, denn damals wurde die letzte Urne eines römischen Kaisers hier beigesetzt.

Bis zum 6. Jahrhundert begann sie immer mehr einer Festung zu ähneln. Deswegen und aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage wurde sie zu einem Stützpunkt ausgebaut. Mit der Zeit wurde sie für den Adel, aber auch für die Päpste immer interessanter.

Nicht nur strahlte sie eine unglaubliche Sicherheit aus, auch ihre Bauweise und ihr Standort machten sie zum idealen Flucht.- und Rückzugsort. Die Engelsburg hatte eine neue Aufgabe.

So ging sie im 10. Jahrhundert in den Besitz des Vatikans über. Die Päpste richteten sich dort Wohnungen ein und bei Anzeichen von Gefahr flüchteten sie sich hinter die schützenden Mauern.

Um auch auf den Weg zur Engelsburg in Sicherheit zu sein, benutzten sie nicht den oberirdischen Weg, sondern nutzten einen 800m langen Geheimgang.
Dieser verband die Engelsburg mit dem Apostolischen Palast in der Vatikanstadt und sicherte so die Fluchtroute nach beiden Richtungen.

Erst Ende des 18. Jahrhunderts verlor der Vatikan das Interesse und die Engelsburg wurde vom Militär übernommen.
Diese machte die Burg schließlich für die Öffentlichkeit zugänglich und so wurde sie und ist auch bis heute noch ein Museum.

Die Engelsburg als Museum

Das eigentliche Museum beginnt zwar erst nach dem Eingang, aber bereits der Weg über die Engelsbrücke, seitlich geschmückt von etlichen Statuen, liefert einen ersten Eindruck der Atmosphäre, die sich in der Burg bietet. Geheimnisvoll und beeindruckend.

Das Museum selbst ist genauso komplex wie die Geschichte der Engelsburg selbst.

Es bietet etliche Säle voller atemberaubender Fresken, Mamorfundstücken, Gemälden, Skulpturen und Mobiliar aus längst vergangener Zeit.

Doch nicht nur das, das Museum über streckt sich auch über mehrere Ebenen.

Auf der zweiten Ebene der Burg findet sich der Kerker und die ehemaligen Lagerräumen für Weizen und Öl. Wenn du Glück hast kannst du sogar den Geheimgang erkunden.

Eine Ebene höher wird der Zusammenhang zwischen der Engelsburg und der italienischen Armee erkennbar. Denn hier finden sich unzählige Erinnerungsstücke und eine beeindruckende Waffensammlung der damaligen Zeit. Nach dem Verlassen der Räume gelangst du in den Innenhof. Dort ruht der Engel, der der Burg einst zu ihrem Namen verhalf und ursprünglich an der Spitze des Gebäudes stand. Von hier gelangst du nach einigen Schritten zu den ehemaligen Gemächern des Papstes und der päpstlichen Schatzkammer.

Doch hier findet sich nicht nur Prunk und Schönheit, sondern auch Düsternis. Denn du kannst auch das Mausoleum des Kaisers Hadrian und seine Familie besuchen.

Der ‘geheime’ Ausblick auf den Dächern der Engelsburg

Wenn du das Museum schon beeindruckend gefunden hast, wird dich der Ausblick erst recht umhauen. Denn solch ein Ausblick traut man diesem Bau eigentlich gar nicht zu. Von hier aus hast du nicht nur einen direkten, unverbauten Blick auf den Petersdom, sondern eigentlich über ganz Rom.

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Und wer von dem ganzen Staunen müde oder durstig wird, oben befindet sich ein kleines Café. Doch wie es bei den meisten Sehenswürdigkeiten nun mal so ist, ist dieses Café etwas überteuert…

Öffnungszeiten

Die Engelsburg ist jeden Tag zwischen 9Uhr und 19:30Uhr geöffnet, der letzte Einlass erfolgt im Normalfall gegen 18Uhr.

Eintrittspreise

Ein reguläres Ticket kostet 10€. Einen ermäßigten Eintritt von 5€ bekommst du, wenn du EU-Bürger und zwischen 18 und 25 Jahre alt bist.

Wie kommst du nun also zur Engelsburg?

Da sich die Burg direkt im Zentrum befindet, ist sie leicht zu erreichen und das ganz ohne größere Probleme.

Eine Metro Station in direkter Nähe gibt es zwar nicht, aber du kannst bei der Metro Linie A bei den Stationen “Ottaviano” oder “Lepanto” aussteigen. Von dort sind es ungefähr dann 10min zu Fuß.

Am besten ist die Engelsburg aber mit dem Bus zu erreichen. Etliche Linien halten in unmittelbarer Nähe, zum Beispiel 40, 46, 64, 23 und viele mehr.

Die Engelsburg und ich

Wenn es um Sehenswürdigkeiten geht, zählt die Engelsburg zu meinen Lieblingsplätzen. Und obwohl sich die Ausstellungsstücke nie ändern, besuche ich sie bei jeder meiner Reisen.

Ich liebe die dort herrschende Atmosphäre – irgendwie erhaben und prunkvoll, gleichzeitig aber doch auch geheimnisvoll und düster. Doch nicht nur die Atmosphäre, sondern die Geschichte an sich fasziniert mich jedes Mal aufs Neue.

Von der Aussicht auf dem Dach der Engelsburg möchte ich gar nicht erst anfangen. Es verschlägt einem dem Atem und ist einfach nur unvergesslich – jedenfalls für mich.

Oft sitze ich auch einfach nur davor und betrachte die Burg.
Vor allem nachts bei einem Spaziergang in Verbindung mit dem Petersdom ist es ein einmaliger und wunderschöner Anblick.

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Egal wie oft ich noch nach Rom kommen werde, ich bin mir zu 100% sicher, dass ich jedes Mal wieder die Engelsburg besuchen werde.

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