10 Ausreden, die dich am Reisen hindern und ihre Gegenargumente

Ausreden, um NICHT auf Reisen gehen zu können gibt es wie Sand am Meer. Doch sind das wirklich nachvollziehbare Argumente oder in Wahrheit einfach nur an den Haaren herbeigezogene Dinge? Ausreden, die man sich selbst gerne erzählt, um nicht das Gefühl zu haben, man selbst sei schuld – denn es gibt ja genug Gründe, weshalb es nicht geht.

Manchmal haben all die Ausreden ja durchaus ihre Berechtigung, in ihnen steckt ein Fünkchen Wahrheit. Ein Funken Angst. Die Kunst dabei ist, sich auf all diesen Ausreden nicht auszuruhen, sondern sie aktiv anzugehen. Herauszufinden, wie viel wirklich dahinter steckt. Schaffe ich es, sie aufzulösen und mich von Gegenteil zu überzeugen? Oder sie auch einfach nur etwas abzumildern. Es ist nicht immer wichtig, etwas komplett außer Kraft zu setzen. Manchmal reicht es, sie einfach etwas zu lockern.

Wichtig ist nur, egal was für (scheinbare) Gründe du hast, dir ganz genau zu überlegen, was du möchtest… und dies dann auch zu tun!

Mittlerweile habe ich schon zig Gründe von Menschen gehört, die zwar eigentlich wahnsinnig gerne reisen würden, aber es trotzdem irgendwie nicht schaffen.

Wenn auch du vielleicht die ein oder andere Ausrede parat hast, weshalb du jetzt nicht reisen kannst, dann lies diesen Artikel. Vielleicht schaffe ich es ja, etwas in dir zu bewegen und vielleicht siehst du deine Situation plötzlich mit ganz anderen Augen. Erkennst Dinge, die du ändern musst, um endlich reisen zu können.

10 Ausreden, die dich vom Reisen abhalten und überzeugende Gegenargumente
#1 Ich habe keine Zeit

Sei kurz wirklich ehrlich zu dir: hast du wirklich keine Zeit oder setzt du deine Prioritäten einfach nur falsch? Nur du kannst dir Zeit für deine Pläne, Wünsche oder Träume einräumen. Warte nicht darauf, dass eines Tages jemand zu dir kommt und dir diese Aufgabe abnimmt. Denn das wird nicht passieren!

Nur du selbst hast es in der Hand.

Mach Reisen zu deiner obersten Priorität (aber nur, wenn du es auch wirklich, wirklich willst!) und du wirst überall Chancen erkennen. Sei es, etwas über ein Wochenende unternehmen zu können oder Feiertrage clever zu nutzen und deine freien Tage zu verlängern. Wir verschwenden so viel Zeit in unserem Leben. Meistens für Dinge, die uns in Wahrheit gar nicht so wichtig sind. Doch mit einem klaren Ziel vor Augen ist auf einmal so viel mehr möglich. Und ist es auch wirklich ein Traum von dir, ein tiefes und wahrhaftiges Bedürfnis, dann entscheide dich dafür – mit allen Konsequenzen, die folgen könnten.

Denn im Endeffekt findet sich immer ein Weg.

#2 Ich habe kein Geld/ Ich kann es mir nicht leisten

Auch hier liegt es eher an deinen falsch gesetzten Prioritäten. Die meisten von uns könnten sich genug Geld ansparen, geben es aber vorher eher für Dinge aus, die sie eigentlich gar nicht bräuchten. Die einem nur eine kurze Befriedigung verschaffen. Ganz einfache Rechnung – je mehr Geld du hast, desto mehr wirst du auch ausgeben.

So muss es aber nicht sein: mach dir bewusst, wofür du eigentlich dein ganzes Geld ausgibst. Unterscheide zwischen Fixkosten (Miete, Strom, etc.) und Luxusausgaben (wie Fitnessabos, mehrmals die Woche Essen gehen, etc.). Jetzt überlege, was du von all diesen Luxusausgaben auch wirklich brauchst. Im Grunde ist es ganz einfach – reduziere deine Ausgaben.

Du wirst sehen, von Monat zu Monat bleibt immer mehr auf deinem Konto liegen. Um aber nicht in Versuchung zu kommen, dieses angesparte Geld auch wieder auszugeben, leg dir am besten ein separates Konto zu. Von nun an überweise dein ‘überschüssiges’ Geld regelmäßig auf dieses Konto. 😊

Möchtest oder kannst du deine Kosten nicht reduzieren, gibt es noch einen anderen Weg – verdiene dir etwas dazu. Such dir einen Nebenjob.

#4 Ich will meinen sicheren Job/ Karriere nicht gefährden

Du hast Angst, dass wenn du jetzt auf Reisen gehst, du deinen Job verlieren könntest? Vielleicht könntest du bei der Beförderung übergangen werden? Oder den einen Job nicht zu bekommen?

Das kann zwar alles passieren, aber sieh es mal aus dieser Perspektive: vielleicht sind es gerade deine Reisen und die damit verbundenen Erfahrungen, die dich hervorstechen lassen. Die dich besonders machen. Du wirst es aber nie vorher wissen können… ob irgendetwas von deinen Reisen abhängig ist. Aber möchtest du dein Leben wirklich von einem “was wäre wenn” abhängig machen?

Das Leben, dein Leben, sollte aus so viel mehr bestehen als nur aus Arbeit. Mehr als nur eine Karriere. Denn was bringt dir dein Status, wenn du dabei oder beim Erreichen unglücklich bist? Damit möchte ich jetzt keinesfalls sagen, dass du im Leben keinerlei Ambitionen punkto Job und Karriere haben sollst… du sollst lediglich etwas tun das du liebst und dich dabei selbst nicht vergisst.

Ich habe diesen Schritt gewagt. Ich habe einen Job mit einem unbefristeten Vertrag gekündigt. Und das aus einem ganz einfachen Grund: Ich war vollkommen unglücklich. Ich liebe meinen Beruf, aber zu dieser Zeit, da konnte ich ihn nicht ausstehen. Und ich wollte mehr. Bis heute habe ich meine Entscheidung kein einziges Mal bereut – ganz im Gegenteil sogar. Es war die beste Entscheidung meines Lebens.

Auf meinen Reisen konnte und kann ich bis heute so unglaublich viel mitnehmen und lernen, sowohl für mich selbst als auch für meinen Beruf.

#5 Ich habe Angst davor alleine zu reisen

Keiner deiner Freunde möchte mitkommen? Oder kann sich für die Zeit frei nehmen? Oder eure Vorstellungen von der Art zu Reisen sind komplett verschieden? Sind das alles nicht vielleicht Ausreden? Denn wenn du es wirklich möchtest, wenn es wirklich dein Wunsch ist, dann reist du einfach allein

So hast du die einmalige Chance deinen Trip noch intensiver zu erleben. Ihn ganz genau auf dich und deinen Vorstellungen abzustimmen. Du kannst machen, worauf auch immer du Lust hast. Denn es ist ganz alleine deine Reise!

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Außerdem wirst du durch das Alleine reisen unglaublich viel lernen. Mit jeder neuen Erfahrung wirst du dein Selbstbewusstsein stärken, denn du musst dich der Welt ganz alleine stellen und Entscheidungen selbst treffen. Du wirst deine Stärken und Schwächen kennenlernen, wie es im normalen Alltag nie möglich wäre. Und gerade wenn du alleine reist, wirst du schnell neue Leute kennenlernen und nie wirklich alleine sein.

Du hast trotzdem immer noch etwas Angst vorm Alleine reisen? Kein Problem – lies dir einfach meinen Blogartikel “Deine erste Solo-Reise – 9 Tipps” durch. Er wird dir bestimmt helfen. 😊

#7 Selbstzweifel: Ich schaffe das doch sowieso nicht

Aller Anfang ist schwer und macht Angst. Versuch es aber trotzdem! Du wirst sehen, dass es sich lohnt. Du wirst überrascht sein, wozu du in der Lage sein kannst. Was du alleine nicht alles schaffen kannst.

Und wenn du wirklich mal überfordert bist und nicht mehr weiter weißt, dann trau dich und frag einfach jemanden. Das ist gar kein Problem und so lernst du auch gleich neue Leute kennen.

#8 Ich spreche doch die Sprache nicht – wie soll ich mich denn nur verständigen?

Für mich ist es, eine Sprache (noch) nicht sprechen zu können, kein Hindernisgrund. Ganz im Gegenteil sogar, es macht die ganze Sache gleich viel spannender für mich und fordert mich gleichzeitig auch. Zwingt mich meine Komfortzone zu verlassen und gibt mir die Chance mit weiterzuentwickeln.

Und trotzdem lerne am besten vor Reiseantritt die wichtigsten Wörter wie Hallo, Bitte und Danke. Jeder Einheimische wird sich über deine Bemühungen freuen und dich gleich noch freundlicher als ohnehin schon in Empfang nehmen. Außerdem finde ich, zeigt es den Respekt vor deren Kultur, Sprache und Art zu leben. Ich finde, es gehört sich einfach.

Zur Not wird in den meisten Ländern ja auch noch Englisch gesprochen und sollten wirklich alle Stricke reißen, dann musst du dich einfach mit Händen und Füßen verständigen. Irgendwie wird es schon klappen. Hab also keine Angst, sondern trau dich einfach.

#9 Sicherheit: Reisen ist doch viel zu gefährlich

Nur weil etwas neu und unbekannt ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch gleich gefährlich sein muss. Es kann immer etwas passieren, egal ob du zuhause bist oder irgendwo durch die Weltgeschichte reist.

Ich zum Beispiel hatte mir in Shanghai meinen Knöchel gebrochen, in Pai hatte ich einen Moped Unfall, bei dem ich mir gleich zwei Zähne ausgeschlagen habe und in Bangkok hatte ich schließlich einige Tage richtig hohes Fieber. Und ich habe es überlebt.
Die einzigen zwei Unterschiede für mich bestanden darin, dass ich durch alles alleine musste und ich mir erst einiges an Informationen einholen musste, wo ich denn jetzt einen Arzt oder sonstiges finde. Zuhause weiß ich das natürlich schon. Außerdem hatte ich wirklich tolle Unterstützung von Einheimischen und fühlte mich nie im Stich gelassen oder hoffnungslos überfordert.

Meine Erfahrungen und Erlebnisse haben mir gezeigt, dass mir einerseits überall etwas passieren kann, aber die Welt nicht schlecht ist. Überhaupt nicht – sie ist voller Menschen, die unglaublich freundlich und hilfsbereit sind. Egal wo ich war, bisher hat jedes Mal die Freundlichkeit und das Gute überwiegt. Das Leben steckt voller Risiken und zu 100% sicher ist man in Wahrheit nirgends. Doch auf dein Bauchgefühl vertrauend und mit gutem Menschenverstand kann nicht allzu viel schief gehen.

#10 Aufschieberitis: Irgendwann werde ich schon auf Reisen gehen

Es werden sich immer wieder Gründe finden, die gegen eine Reise sprechen. Der falsche Zeitpunkt, ein neuer Job und so weiter. Wenn du dich nicht klar für deine Reise entscheidest und alles dafür tust, dann wird sie nie mehr als ein Traum bleiben…

Wir haben nur das Hier und Jetzt. Das Heute. Niemand weiß, was morgen passieren wird. Lebe jetzt, genau in diesem Moment, denn eine Garantie gibt es einfach nicht.

Wie du siehst, gibt es mehr als genug Ausreden, die gegen eine Reise sprechen. Du entscheidest, ob du sie annimmst oder aktiv etwas gegen sie tust. Es liegt ganz bei dir, deine Träume zu verfolgen und sie wahr zu machen.

Es liegt bei Dir. Es ist Deine Entscheidung. Du schaffst das!

Wie siehst du das Thema Ausreden? Kennst du es? Welche Ausreden hast du lange vor dich hergeschoben und wie konntest du sie überwinden?

Erzähl es mir in deinem Kommentar. 😉

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